#207: Four Lions, Die Mondverschwörung

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Four Lions Mondverschwoerung

…wir machen uns bereit, um ein Zeichen zu setzen. Wir, das sind heute Alex und Eric für „Four Lions“ sowie Ralf und Steffen für „Die Mondverschörung“.

Sneak 1: FOUR LIONS

Originaltitel Four Lions
Genre: Komödie / Drama
Land: UK 2010
Dt. Start: 21.04.2011
Laufzeit: 101 Min.
Regie: Christopher Morris
Darsteller: Riz Ahmed, Arsher Ali, Nigel Lindsay, Kayvan Novak, Adeel Akhtar
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Inhalt: Vier junge britische Männer sind im Auftrag Allahs unterwegs. Meinen sie. Omar (Riz Ahmed) will sich dem Heiligen Krieg anschließen, weil er nicht länger tatenlos zuschauen will, wie das Ansehen junger Moslems auf der Welt mit Füßen getreten wird. Waj (Kayvan Novak) hält das für eine gute Idee und schließt sich an, weil er nichts Besseres zu tun hat – außerdem trifft Omar ohnehin immer alle Entscheidungen für ihn. Barry (Nigel Lindsay) ist als weißer islamischer Konvertit zwar völlig anderer Meinung, aber das macht nichts, denn das ist er grundsätzlich. Aus Prinzip. Als Bombenbauer stößt Faisal (Adeel Akhtar) zu der Truppe, der allerdings nicht als Selbstmordattentäter in Frage kommt, weil sein Vater gerade krank geworden ist. Gemeinsam sind sie fest entschlossen, die westliche Gesellschaft dort zu treffen, wo es weh tut. Fragt sich nur, ob sie ein Streichholz anzünden können, ohne sich dabei im Gesicht zu verletzen…

Unsere Wertungen des Films:

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Meine ausführliche Kritik:

Was unterscheidet einen jungen Filmemacher bei seinen Erstlingswerk von etablierten Regisseuren?

1. Der Geist des Regisseurs ist meistens noch unverbraucht und man sieht interessante Einstellungen und die Story wird unkonventionell erzählt.

2. Er wagt sich an Themen, die für andere Tabu sind. Meistens werden Tabus gebrochen.

3. Es steckt viel Herzblut im Film.

All diese Punkte treffen auch auf “FOUR LIONS” zu. Warum hat er mir trotzdem nicht gefallen, obwohl ich solche Erstlingswerke normalerweise sehr schätze? Es ist zum einen gerade dieser Tabubruch, der mir hier sehr mißfällt. Der Tabubruch wirkt so, als wollte der Regisseur unbedingt Aufmerksamkeit erregen und hat sich das möglichst kontroverseste Thema herausgesucht. Und als wäre das nicht genug wird auch im Film noch von “Bohnen, die in den Penis eingeführt werden” und von “sich selbst in den Mund pissen” berichtet. Anscheinend ist ihm diese Strategie auch gelungen, denn sein Film wurde wahrgenommen und sogar bei den BAFTA Awards ausgezeichnet.

Ich finde die Grundthematik des Films verachtenswert und nicht geeignet, um daraus eine Komödie zu machen. Das wäre so, als wenn jemand auf die Idee kommt, einen Komödie über die letzten Tage des „Winnenden Amokläufers“ oder der „Columbine Highschool Amokläufer“ zu drehen. Sowas ähnliches hat ja auch Uwe Boll schon mal gemacht und hat eine lustige Szene der Attentäter von 9/11 gedreht. Genau dieselbe Aufmerksamkeits-Hascherei. Eine Komödie über Selbstmord-Attentäter, die in London den London-Marathon attackieren wollen, ist nicht witzig. Wir haben alle noch die schlimmen Bilder der Terroranschläge in London im Kopf. Und da der Film offensichtlich nicht als Satire, sondern hauptsächlich als Komödie angelegt ist, finde ich diese Grundidee verachtenswert.

Zugute halten muss ich dem Film, dass er ein paar witzige und überraschende Szenen hatte – die aber, wenn man das Ende kennt, einem im Halse stecken bleiben. Dieser Film taugt höchstens als Diskussionstoff für den Schulunterricht, aber sollte keiner breiten Masse im Kino zugänglich gemacht werden.

Satire und künstlerische Freiheit hin oder her – mir ging das zu weit…

6 / 10 dressierte Krähen


Sneak 2: Die Mondverschwörung

Genre: Dokumentarfilm
Land: D 2010
Dt. Start: 21.04.2011
Laufzeit: 88 Min.
Regie: Thomas Frickel
Darsteller: Dennis R.D. Mascarenas, Armin Risi, Johanna Paungger
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Trailer: – Klick hier –
Inhalt: Dennis Mascarenas, Chefreporter des amerikanischen Fernsehsenders DDC-TV, geht der Frage nach der Bedeutung des Mondes für die Gesellschaft in der Vergangenheit und Gegenwart nach. Dabei macht er diverse unerwartete Entdeckungen, z.B. in Bezug auf einen ausgereiften Immobilienmarkt für Grundstücksfläche auf dem Mond, aberwitzige Besitzansprüche eines Nachfahren Friedrich des Großen, unterschiedlichste esoterische Theorien wie die Wirkung des Monds auf unser Trinkwasser oder das Verhältnis der Deutschen zum Mond während des Dritten Reichs.

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